Etwa 140 Millionen Liter Rotwein ergeben die Trauben der Rebsorte „Gamay“ des AOC Beaujolais, die auf 23.000 Hektar Rebfläche geerntet werden. Diese Sorte ist eine natürliche Kreuzung aus Gouais Blanc und Pinot. Aus ebendiesen Rebsorten gingen unter anderem auch solche wie Beaunoir, Melon de Bourgogne, Roublot und Sacy hervor.

Eine Verdrängung aus ihrem früheren Anbaugebiet, der Cote-d’Or, erwies sich für die Gamay-Rebe als positiv, da sie an den Granithängen, wie sie im Beaujolais vorherrschen, viel besser gedeihen kann. Die Weine des Beaujolais-Gebietes werden inzwischen nur noch aus Gamay-Trauben hergestellt. Das Resultat sind fruchtige, manchmal auch blasse Rotweine, die sich aber besonders als Getränk zu vielen Speisen eignen. Der Anbau von Pinot-Noir-Reben wird heutzutage nicht mehr betrieben.

Darüber hinaus muss der Begriff Primeur aber nicht zwangsweise auch Beaujolais bedeuten! In anderen Teilen von Frankreich können ebenfalls Primeur-Weine hergestellt werden.

Unterschiedliche Herstellungsarten bei Beaujolais-Weinen

Die übliche Verarbeitung der Beaujolais-Trauben geschieht durch teilweises Zerdrücken und anschließendes Vergären. Bei der Verarbeitung des Beaujolais Primeurs jedoch platzen die ganzen Trauben nur durch den Gärprozess auf, der unter Umständen bis ins Frühjahr hinein andauern kann. Dieser Wein sollte auf jeden Fall jung getrunken werden. Dagegen können Weine wie der Beaujolais Village, der kein Primeur-Wein ist, gut einige Jahre gelagert werden.

Eine außergewöhnliche Art unter den Servier-Gefäßen bildet jedoch der „Pot Lyonnais“, eine Flasche, die es durch ihren dicken Glasboden ermöglicht, dass der Wein am Tisch länger kühl bleibt. Zuvor muss sie jedoch im Eisfach einige Zeit gekühlt werden.

Im Gegensatz zu den Rotweinen spielt Weißwein im Beaujolais eine unwichtige Rolle. Er macht auch nur etwa ein Prozent der Gesamtproduktion aus. Die Weißwein-Traube ist die Chardonnay-Traube und nicht sehr bedeutend. Im Ausland sind weiße Beaujolais-Weine sogar selten und fast unbekannt.

Seit dem Jahr 2018 wird das Beaujolais-Gebiet unter dem Namen „Geopark Beaujolais“ von der UNESCO als „UNESCO Global Geopark“ ausgezeichnet.